Sicherheitspolitisches
Seminar
Das geht uns alle an!
Ein breit
gefächerter Energiemix ist der beste Garant
Zu einem
sicherheitspolitischen Seminar hat die Kreisgruppe Neckar-Alb des
Reservistenverbandes der Deutschen Bundeswehr unter ihrem Vorsitzenden
Eberhard Luz in das Soldatenheim eingeladen.
Stetten a.k.M. - Dabei
lieferten die drei Referenten aktuelle Informationen über die
Sicherheit der Energieversorgung, den internationalen Terrorismus
sowie die Sicherheit der Informationstechnik.
Schirmherr Bürgermeister
Gregor Hipp bezeichnete die Entscheidung, das Seminar auch in diesem
Jahr wieder in Stetten a.k.M. auszurichten, als ein schönes Zeichen
der Verbundenheit der Reservisten zur Garnisonsgemeinde. In seinem
Vortrag wies der Hauptmann der Reserve, Jürgen Rosenthal, auf das
Weißbuch der Bundesregierung hin. In diesem werde klar gestellt, dass
sichere und verlässliche Energieversorgung eine Herausforderung an die
Außen - und Sicherheitspolitik in Deutschland und Europa sei. Denn, so
Rosenthal, Energie ist der Motor für die nationale wie auch die
regionale Wirtschaft und bedeutet auch Wohlergehen und Wachstum. Dabei
sei gerade Deutschland auf konventionelle Energieimporte angewiesen
und sogar in hohem Maße abhängig. Der beste Garant für eine
langfristig sichere Energieversorgung sei ein breit gefächerter
Energiemix, bei dem sich regenerative und konventionelle Energien
ergänzen.
Danach brachte
Oberregierungsrat Markus Kaiser vom Landesamt für Verfassungsschutz
deutlich zum Ausdruck, dass man Islam und Islamismus trennen müsse.
Dabei sei der Kern des Islamismus eine politisch motivierte
Ideologisierung des Islam, der seinen Nährboden besonders dort finde,
wo islamisch geprägte Staaten gegenüber ihren Bürgern versagt hätten.
Doch vermehrt habe sich ein neuer Terror-Typ entwickelt, der aus der
Mittelschicht komme, im „Zielland” aufwachse und damit die Sprache
sowie die Gegebenheiten des Landes gut kennen.
Das Seminar endete mit einem
Vortrag von Günther Stengl, der über die unterschätzten Gefahren der
„IT-Sicherheit” im internationalen Kontext berichtete. Hierbei können
in einem „Botnet” bis zu zehn Millionen Computer über das Internet
verbunden und ohne das Wissen der Eigentümer ferngesteuert werden.
Einsatzzweck sei eine verdeckte und ständig veränderbare Kampfführung.
Dabei kämen als mögliche Ziele einfache Unterbrechungen und Störungen
von Datennetzen bis hin zum Lahmlegen der verschiedensten
Steuersysteme, zum Beispiel der Energieversorgung und
Steuerleitsysteme für Flug-, Bahn- und Schiffsverkehr, in Frage.
Bisher würden sich zirka 40 Staaten offiziell dazu bekennen, „Cyber
warfare”-Fähigkeiten aufzubauen.
Bericht von
Karl-Heinz Widers |